Bloomsday

Bloomsday –

Der 16. Juni 1904 ist der Tag, an dem James Joyce in seinem Roman Ulysses zwei Prota-gonisten durch Dublin geschickt hat. Die zentralere Figur ist dabei Leopold Bloom, ein schon etwas gesetzter Anzeigenakquisiteur. Als 50 Jahre später sich irische Schriftsteller zum ersten Mal an diesem Datum zu einem Ausflug zum Martello Tower trafen, in dem dieser Jahrhundertroman beginnt, benannten sie diese Veranstaltung nach ihm: Bloomsday.
Als solcher hat der Tag seitdem Karriere gemacht. Gefeiert wird er regelmäßig in vielen Städten, zum Beispiel in Dublin, in New York, in Melbourne … in u.a. Deutschland in Berlin, in Hamburg sowie auch in Lüneburg. Seit 1998 feiert die Literarische Gesellschaft hier den Bloomsday.

Bloomsday 2022:  „Das Werden des Ulysses

In diesem Jahr ist der Bloomsday ein ganz besonderer, denn es ist hundert Jahre her, dass Ulysses in Paris erschienen ist. Am 2. Februar 1922 konnte die Buchhändlerin Sylvia Beach (von Shakespeare & Company) dem Autor zu sei-nem vierzigsten Geburtstag ein erstes Exemplar seines Romans überreichen.
Die Literarische Gesellschaft Lüneburg hat sich deshalb etwas Besonderes einfallen lassen: An diesem 16. Juni werden Thomas Ney und Rainer Pörzgen „Das Werden des Ulysses“ aufzeigen: Von den Anfängen in Triest bis zur Fer-tigstellung sowie dem Erscheinen in Paris, dann auch die Reaktionen darauf bis hin zu juristischen Auseinandersetzungen.

Heinrich-Heine-Haus, Am Ochsenmarkt in Lüneburg
16. Juni 2022, 19.30 Uhr

 

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Lektüre-Hilfen zum “Ulysses” im WWW:
Zum Verständnis der Übersetzung kann es manchmal hilfreich sein, den englischen Originaltext einsehen zu können.

Der Übersetzer H. Wollschläger hat mitunter wenig gebräuchliche, teilweise veraltete Wörter eingesetzt; diese sind meistens gut im Grimmschen Wörterbuch der Deutschen Sprache nachzusehen.

Die Titelseite des Evening Telegraph vom 16. Juni 1904.

 

(Stand: 6. Mai 2022)